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Seite 3 von 3 Sächsisches Elbland Sächsische Geschichte – Meißner Geschichte Geschichtlich streng betrachtet sind die heutigen Sachsen nicht die Nachkommen des gleichnamigen germanischen Stammes – denn die sind in Niedersachsen zu finden - „die Sachsen“ müssten daher eigentlich Meißner heißen. Diese Mark Meißen nämlich wurde im Jahr 929 die Wiege des Freistaates. In diesem Jahr nämlich ließ König Heinrich I eine Burg errichten: als Bollwerk im slawischen Gebiet, welches die deutsche Besiedlung sichern sollte. Im Zeitraffer kann man zusammenfassen, dass das sächsische Gebiet im Laufe der Jahre zu einem der wohlhabendsten der deutschen Länder wurde und als Konsequenz der hereinbrechenden Kriege zuerst Territorium gewann, um es dann wieder zu verlieren. Auch rebellierten Sachsens Könige erfolglos gegen den deutschen Kaiser und wurden mit einer Enteignung und mit der Teilung ihres Landes 1485 bestraft. Einige Jahrhunderte später aber, 1697 nämlich, trug ein König gleichzeitig die polnische und die sächsische Krone: Friedrich August I, den man meist als August den Starken kennt. Unter ihm erlebte das Land einen neuen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung nachdem es durch den Dreißigjährigen Krieg stark gelitten hatte. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die weltberühmte Porzellanmanufaktur Meißen 1710 gegründet wurde und zahlreiche Barockbauten entstanden. Das sächsische Elbland als Prunkregion August des Starken Da August der Starke nicht als Thronfolger geboren wurde, lebte er zuerst in „Freiheit“, die es ihm erlaubte bei seinen Reisen nach Italien barocke Architektur zu sehen und am Hof König Ludwig XIV Luxus und Prunk zu erleben, den er als späterer König dann auch nach Sachsen brachte. Diese Kulturschätze kann man auch heute noch in der Elbe-Region besichtigen – und wie könnte man dies besser als auf dem Fahrrad? Auf kilometerlangen Wegen entlang der Elbe führen diese ohne nennenswerte Gefälle durch eine malerische Landschaft vorbei an dem Elbsandsteingebirge mit seinen Tafelbergen. Oder sie fahren durch die idyllischen Elbauen und ruhen im Schatten eines mächtigen Baumes, die in den dichten Wäldern der Dübener Heide zu finden sind. Zu den berühmtesten Bauwerken, die auf den Wunsch August des Starken errichtet wurden, gehören unter anderem die Semperoper, der Zwinger und die Brühlsche Terrasse, die Frauenkirche und das Augustinum in Dresden. Aber auch die Schlösser Moritzburg und Pillnitz sowie der Schlossgarten Großsedlitz sind Teil seiner „Kulturbaumaßnahmen“. Und gerade auch das Meißner Porzellan ist nicht nur weltbekannt, sondern auch ein richtiger Exportschlager geworden. Das sächsische Elbland ist also nicht nur für entspannende Radtouren, die dank der Übernachtungsmöglichkeiten auch auf Tage ausgedehnt werden können lohnenswert sondern auch als spannender Kulturweg im Herzen Sachsens. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 24. Oktober 2011 ) | |||||


